Seite wählen

Intraoperative Komplikationsprophylaxe

Exzessive Über- und Unterdimensionierung des Transplantates im Vergleich zum Empfängerbett sollen vermieden werden, um einer Streckung oder Stauchung des peripheren Spendergewebes vorzubeugen. Die doppelt fortlaufende Naht nach Hoffmann ermöglicht ein „astigmatismusneutraleres“ Einnähen des Transplantates. Bei intakter Bowman-Lamelle sollte der doppelt fortlaufenden Kreuzstichaht nach Hoffmann der Vorzug gegeben werden, weil sie mit einer höheren topografischen Regularität, einer früheren visuellen Rehabilitation und einer geringeren Rate von Fadenlockerung einhergeht.

Aus Seitz B., El-Husseiny M., Langenbucher A. et al. Prophylaxe und Management von Komplikationen bei perforierender Keratoplastik. Ophthalmologe 110,605-613.

Die Indikationsstellung für eine PKP gliedert sich in optisch und therapeutisch.
Bei der optischen Indikation unterscheiden wir Normalrisiko- und Hochrisikopatienten. Bei den Hochrisikopatienten besteht ein höheres Risiko für Komplikationen wie zum Beispiel eine Abstoßungsreaktion. Diese Patienten weisen oft neben der Hornhautnarbe Vaskularisationen der Hornhaut auf. Dies kann zum Beispiel wie auf dem Bild dargestellt nach einer Verätzung auftreten.
Bei der therapeutischen Indikation geht es vor allem darum Defekte zu decken. Dies kann je nach Ausgangslage des Auges rein tektonisch oder kurativ erfolgen. auf dem zweiten Bild sehen Sie ein perforiertes Hornhautulcus und auf dem dritten Pild eine Re-Perforation nach einem bereits erfolgten Trauma. Diese zwei Patienten fallen in die Kategorie therapeutische PKP.