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Intraoperative Komplikationsprophylaxe

Grundsätzlich gilt: alle Knoten werden im Stroma versenkt, um mechanische Irritationen und die Induktion von Neovaskularisationen zu vermeiden. Wir streben tief lamelläre „prädescemetale“ Stiche an. Typischerweise soll die Descemet-Membran wie ein Dreieck vor der Spitze der Nadel vorangeschoben werden („wave of Descemet’s“). Bei allen Erkrankungen mit Defekten der Bowman-Lamelle oder Einschmelzungsgefahr (z. B. vaskularisierte herpetische Narben oder vaskularisierte Hornhautnarben bei Limbusstammzellinsuffizienz nach Verätzung) verwenden wir Einzelknüpfnähte.

Aus Seitz B., El-Husseiny M., Langenbucher A. et al. Prophylaxe und Management von Komplikationen bei perforierender Keratoplastik. Ophthalmologe 110,605-613.