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Mikrobiologische Diagnostik

Durch eine rasche Diagnosestellung kann eine gezielte Therapie eingeleitet werden. Die Mikrobiologische Diagnostik und Histologie ist wichtig, da verschiedene Pilzspezies unterschiedlich auf Antimykotika reagieren. Dies ist ebenso wichtig bei Mischinfektionen.
Abstrich und Hornhautgeschabsel ist die erste Wahl zur Probegewinnung. Es sollte subepitheliales Material vom Rand der Läsion entnommen werden, um vitale Erreger nachzuweisen. Cave, durch Fluorescein kommt es teils zu falsch negativen Ergebnissen. Die Betäubung sollte idealerweise mit Proparacain erfolgen aufgrund der geringen bakteriziden Wirkung.
Kontaktlinsen und Kontaktlinsenbehälter können zur mikrobiologischen Untersuchung eingesandt werden, um bei Kontamination den Erreger nachzuweisen. Ein Vorderkammer- bzw. Glaskörperaspirat sollte bei intraokularer Beteiligung entommen werden. Dies erfolgt meist im Rahmen einer Vorderkammerspüulung, -injektion bzw. einer intravitrealen Medikamenteneingabe. Die Hornhautbiopsie ist indiziert, wenn der Erreger nicht zu identifizerien ist oder bei fortschreitendem, therapierefraktärem Befund. Fusarien sind häufig in einem Abstrich nicht detektierbar, denn sie penetrieren häufig tief in das Stroma. Ein OP Präparat, z.B. Hornhaut nach pKP, sollte immer histologisch bzw. mikrobiologisch untersucht werden, insbesodere um bei Nachweis und gezielter Therapie eine Re-Infektionen zu vermeiden.