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Worauf postoperativ achten ?

Worauf sollte man nun bei der postoperativen Kontrolle achten?
Den Augendruckanstieg haben wir gerade abgehandelt. Eine Augendruckmessung ist Basis der Kontrolluntersuchung. Die Goldmann-Applanationstonometrie ist nach wie vor Standard und sollte nach Glaukomoperation als Messverfahren Anwendung finden.
Bei einem niedrigen Augendruck ist bei Verdacht der Fistulation ein Seidel Test durchzuführen um leckende Ports oder undichte Sickerkissen aufzudecken. Die Vorderkammertiefe sagt viel darüber aus wie sehr ein niedrig gemessener Augendruck klinisch relevant ist. Der Reizzustand im Auge (Zellen, Tyndall) gibt Rückschlüsse auf Infektionen und postoperative Reizungen.
Die Sickerkissenbeurteilung kann sich an das Schema von Prof. Grehn aus Würzburg anlehnen, muss aber in der Routine nicht so extensiv betrieben werden. Wichtig bleibt anzumerken, dass Korkenziehergefäße Zeichen einer beginnenden Vernarbung sind und Mikrozysten ein gutes prognostisches Zeichen darstellen.
Eine orientierende Fundusuntersuchung (Aderhautbuckel, Maculafalten, Maculaödem) kann mit Hilfe des OCTs erfolgen und erfordert in den wenigsten Fällen eine Mydriase. Wir testen den Visus lediglich wenn der Pat. eine Visusminderung als Symptom angibt.