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Tropftherapie und SLT

Die topische augendrucksenkende Tropftherapie ist die überwiegende first-line Therapie sowohl bei der OHT als auch beim POWG. Generell wird dabei in der Regel mit einer Monotherapie gestartet, hier stehen Prostaglandine, Beta-Blocker, Carboanhydrasehemmer und Alpha-2-Agonisten zur Verfügung. Bei Nichtausreichen der Therapie wird eine Eskalation angestrebt, bis eine Maximaltherapie erreicht wird. Diese besteht in der Regel aus einer fixen Medikamentenkombination der oben beschrieben Klassen mit einem weiteren Monopräparat, das heißt eine Kombination aus 3 lokalen Augendrucksenkern. Bei Bedarf kann zusätzlich eine Therapie mit einem oralen Carboanhydrasehemmer bestehen. Aus Studien weiß man jedoch, dass die Anwendung mehrerer Medikamente das Risiko für Medikamentennebenwirkungen sowie schlechte Compliance begünstigt. Die Compliance bzgl. der Tropftherapie sei ohnehin schlecht, in einer südkoreanischen Studien konnte gezeigt werden, dass sich nur 27,4% der beteiligten Patienten korrekt an den Tropfplan hielten.

Die Selektive Laser Trabekuloplastik soll eine Verbesserung des transtrabekulären Kammerwasserabflusses durch die Zerstörung von Endothelzellen und damit eine Aktivitätssteigerung gesunder Zellen erzielen, der genaue Mechanismus dahinter ist jedoch nicht vollständig geklärt.
Nach einer SLT lässt sich häufig eine Augendruckreduktion > 20% erzielen, die Wirkung lässt jedoch mit der Zeit nach, dann kann die SLT wiederholt werden. Eine Patientenschulung über die Notwendigkeit weiterer Kontrollen nach SLT ist hier wichtig.