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Früh-postoperative Komplikationsprophylaxe

Liegt eine okuläre Hypertension im Verlauf nach Keratoplastik vor, denken wir zunächst an die Steroidresponse, die bei etwa 15% der Patienten auftritt. Postoperative Druckanstiege müssen aggressiv medikamentös oder bevorzugt mit zyklodestruktiven Methoden (z. B. Zyklophotokoagulation) behandelt werden, weil eine längerfristige Hypotonie nach einer filtrierenden Operation häufig zu einer Immunreaktion führt. Medikamentös vermeiden wir Prostaglandinanaloga bei herpetischer Grunderkrankung und lokales Azetazolamid bei grenzwertigem Endothel.

Aus Seitz B., El-Husseiny M., Langenbucher A. et al. Prophylaxe und Management von Komplikationen bei perforierender Keratoplastik. Ophthalmologe 110,605-613.